2. Bildbaum am Gscheinzbach
Die Flurdenkmäler der Gemeinde Hohenwarth-Mühlbach Ronthal
Zur Geschichte des Bildbaums Ein alter Weg folgt hier dem tief eingeschnittenen Gscheinzbach abwärts und verbindet die Krotenmühle mit der ehemaligen Ungermühle an der Straße von Ronthal nach Wiedendorf. Etwa 350 Meter südwestlich der Krotenmühle markiert unser Holzkästchen mit einem ikonographisch bemerkenswerten Schutzengelbild eine kleine eingeebnete Fläche. Auf dem Bild ist links unten am Wasser eine Schlange zu erkennen – die Schlange des Verderbens, die hier den Menschen bedroht. Die Herrschaft Mühlbach betrieb etwas bachabwärts der Mühle am rechten Ufer eine kleine Ziegelei, die sicher durch einen Steg oder eine Brücke mit dem linken Ufer des Gscheinzbaches verbunden war. Man kann den Bildbaum also mit dem Unglück des Jahres 1844 in Zusammenhang bringen. Kästchen und Bild waren seit langem in recht schlechtem Zustand und wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts vom bewährten Team Frau Dr. Hadwiga Heilmann und Tischlermeister Joseph Schnauffer aus Mühllbach mustergültig renoviert.
Standort: südwestlich der Krotenmühle 48° 30,48’ nördl.Br. 15° 46,88’ östl.L. Beschreibung: Holzkästchen mit Schutzengel-Bild, in 180cm Höhe an einer Fichte befestigt Maße: Breite: 60cm; Höhe: 75cm Entstehungszeit: ?1844
Schutzengelbild, links unten im roten Kreis die Schlange